Putzen gegen das Vergessen

Die Regionalgruppe Bonn Koblenz hat in der Bonner Innenstadt 14 der sogenannten "Stolpersteine" gesäubert und damit die Stadt wieder ein kleines bisschen schöner gemacht. Für die Putzaktion verwendeten die Teilnehmer eine probate Mischung aus Essig, Salz und Wasser, die auch der Künster selbst verwendet. Während der Aktion kamen sie mit Passanten ins Gespräch - und sorgten neben den sauberen Steinen auch für ein bisschen Erinnerung an die Menschen, für die diese Steine verlegt wurden.

Die Stolpersteine sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, das im Jahr 1992 begann. Mit im Boden verlegten 10 mal 10 Zentimeter großen Gedenktafeln soll an die Menschen erinnert werden, die in der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der NS-Opfer niveaugleich in das Pflaster beziehungsweise den Belag des jeweiligen Gehwegs eingelassen.

Seit 2002 wurden in Bonn 325 Stolpersteine verlegt. In der Regel findet einmal jährlich eine Verlegung in Bonn statt. In 21 Ländern Europas erinnern heute Stolpersteine an die Opfer des Nationalsozialismus. Wer mehr dazu wissen möchte, findet hier weitere Informationen.

Ein großes Danke für diese schöne Idee an die RG aus Bonn-Koblenz!

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