Eröffnet wurde die Veranstaltung am Freitagabend mit einer Keynote von Vanessa Foser, Co-Gründerin, Co-CEO, CCO und Verwaltungsratspräsidentin der AI Business School. 2020 wurde sie vom Forbes Magazin in die Top 30 under 30 Liste der Schweiz aufgenommen. In ihrer Keynote hat sie den Teilnehmerinnen Einblicke in ihr Leben gegeben, aber auch konkrete Tipps geteilt, wie frau ihre beruflichen Ziele erreichen kann. Hierbei war es ihr besonders wichtig zu betonen, dass Authentizität, Resilienz, positives Denken und die Zusammenarbeit mit einem Team, das einen fördert und motiviert, der Schlüssel zum Erfolg sind. Im Anschluss an die Keynote wurde das Plenum für Fragen geöffnet.

Der zweite Seminartag hat mit einer Vorstellungsrunde gestartet, bei der die Teilnehmerinnen mit der Gruppe teilen konnten, warum sie das Thema Female Leadership besonders interessiert. Hierbei wurde oft das Fehlen weiblicher Vorbilder in Führungspositionen im Alltag genannt. Thematisch war der restliche Tag in zwei Teile gegliedert. Der Vormittag stand ganz im Zeichen der Wissenschaft, während der Nachmittag den Fokus auf die praktische Umsetzung in Form von Workshop setzte. Zunächst hat Fr. Dr. Caprice Oona Weissenrieder einen Vortrag zum Thema „Frauen und Karriere in der Arbeitswelt 4.0“ gehalten. Hierbei hat sie herausgearbeitet, dass Frauen als Führungspersonen zur Bewältigung der durch neue Arbeitswelten entstehenden Herausforderungen besonders geeignet sind. Die derzeit jedoch noch bestehende systematische und strukturelle ChancenUNgleicheit dominiert sowohl in der Wirtschaft und Wissenschaft als auch in der Politik. Ein dafür recht bekanntes Phänomen ist das der gläsernen Decke, welches besagt, dass Frauen trotz entsprechender Qualifikation aufgrund vorherrschender Strukturen und Vorurteile nicht in Führungspositionen gelangen. Dennoch kann eine Frau durch politisches Geschick, also Empathie, Netzwerkfähigkeit, zwischenmenschliche Einflussnahme und Authentizität ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen.

Ergänzt wurde der wissenschaftliche Input von Laura Becker. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Hohenheim im Fachgebiet Unternehmensführung und forscht im Bereich Leadership. Sie hat eine Studie mit dem Titel „Studie zur Persönlichkeitsstruktur von (weiblichen) Führungskräften“ wie auch ein Forschungsprojekt zum Thema „Digital Leadership“ vorgestellt.

Nach einer kurzen Mittagspause erfolgte die Aufteilung der Teilnehmerinnen in zwei Gruppen, um die zwei Workshops in kleinerem Rahmen durchführen zu können. Jana Lesley Kühne und Mirjam Weigand von Nolten in motion hatten hierfür eine Session zum Thema „Female Leadership - Meine Kompetenzen und mein Führungsmotto“ vorbereitet. In dieser konnten die Teilnehmerinnen sich ihrer eigenen Stärken bewusstwerden und auf Basis dieser ein individuelles Führungsmotto ableiten. Der zweite Workshop mit dem Titel „10x DNA for Female Leadership – Darf´s ein bisschen mehr sein?” wurde von Marina Löwe geleitet. Sie ist Senior Consultant, Coach und Expertin für Geschlechterfragen in Führung. Im Rahmen des Workshops hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, ihre ambitionierten Ziele zu visualisieren. „Think big“ war hier das Motto. Marina vertritt nämlich die Meinung, dass wir, wenn wir groß denken, auch Großes erreichen können.

Ein herzliches Dankeschön gilt dem sdw Alumniverein, der dieses Seminar finanziell unterstützt und somit erst möglich gemacht hat.

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