Zum Abschluss dessen gab es eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema "Freiwilliges Engagement für die vielfältige Gesellschaft".

Die Projektwoche im Überblick
Vom 12. bis einschließlich 14.06.2019 fand im Übergangswohnheim des Internationalen Bundes in der Alfred-Randt-Str. die Projektwoche "Vielfältig freiwillig" statt. In Kooperation mit der Evangelischen Schule Köpenick wurden den 17 SchülerInnen in verschiedenen Formaten, wie Workshops und interaktiven Gesprächsrunden, folgende Kompetenzen und Inhalte vermittelt: interkulturelle Kompetenz, Empathie mit geflüchteten Menschen, allgemeine soziale Kompetenzen, berufliche Perspektiven und kritisches Arbeiten mit Statistiken und Daten. Um das Programm zielgruppengerecht zu gestalten, wurden in enger Zusammenarbeit mit der Schule die Inhalte erarbeitet und die Altersgruppe auf SchülerInnen von der 8. Klasse bis zur 10. Klasse mit fundierten Englischkenntnissen eingegrenzt. Bei der Programmkonzipierung war es auch von Relevanz, dass sich praktische und theoretische Parts abwechselten.

Das Organisationsteam (Lena Zeller, Dennis le Plat und Linda Massino) war während der gesamten Projektwoche vor Ort und für die TeilnehmerInnen ansprechbar. Das Ergebnis der Erwartungsabfrage während des Eröffnungsworkshops zeigte, dass die SchülerInnen sich den direkten Kontakt mit den BewohnerInnen des Übergangswohnheimes wünschten. Um dem gerecht zu werden, wurden die BewohnerInnen in verschiede Aktivitäten eingebunden (Bau der Loungemöbel, interkulturelles Kochen). Aber auch während der Pausen ergaben sich vielfältige Begegnungen, die natürlich einen besonderen Mehrwert für die jungen TeilnehmerInnen hatten.

Der erste inhaltliche Workshop wurde vom Integrationsbeauftragten des Bezirks gehalten und gab einen inhaltlichen Input. Im Anschluss an die Mittagspause wurde der Loungemöbelbau im Mehrgenerationengarten Bude in Kooperation mit dem Garten der Hoffnung begonnen. In Zusammenarbeit mit BewohnerInnen des Übergangswohnheimes wurden verschiedene Modelle gebaut.

Am zweiten Tag gab es zwei Workshops zum Themenkomplex interkulturelle Kompetenz, der im geschützten Raum auch Platz für Selbsterfahrungen bot. Im Anschluss gab es eine Mittagspause. Daran schloss sich der zweite Teil des Baus und der Lasur der Loungemöbel an.

Der Einstieg in den dritten Tag begann mit einer Art "Markt der Möglichkeiten" zu Berufsperspektiven und Engagementsmöglichkeiten. Hierbei wurde zuerst in kleinen Murmelgruppen gearbeitet und im Anschluss gab es die Möglichkeit, dem Staatssekretär für Integration, Daniel Tietze Fragen zu stellen. Hieran schloss sich eine Feedbackrunde für die gesamten Projekttage an, die ein durch und durch positives Ergebnis zu Tage trug.
Nach der Mittagspause wurde dann gemeinsam mit BewohnerInnen das Buffet für die Podiumsdiskussion am Abend vorbereitet. Besonders dieser Teil ermöglichte den SchülerInnen nochmal, intensiver mit den BewohnerInnen in einer lockeren Atmosphäre in Kontakt zu kommen. Danach wurde die Podiumsdiskussion mit den SchülerInnen, Ehrenamtlichen, BewohnerInnen und Kooperationspartnern weiter vorbereitet.

Erfolgreicher Abschluss mit Podiumsdiskussion "Freiwilliges Engagement für die vielfältige Gesellschaft"
Die Podiumsdiskussion stellte auch den offiziellen Abschluss der Projektwoche dar. Während der zwei Stunden wurde das Thema Ehrenamt vielfältig betrachtet und mit interessanten Podiumsgästen und Redebeiträgen zu einer lebendigen Diskussion. Der Anspruch, Geflüchtete aktiv einzubeziehen in die Diskussion, konnte erfüllt werden. Zum Diskussionsende wurde das interkulturelle Buffet eröffnet und gemeinsam im Garten gegessen. Auch hierbei ergaben sich interessante Gespräche.

Zusammenfassung & Ausblick
Durch die intensive dreitägige Arbeit bekamen die SchülerInnen mehr Einblicke in das Leben von Geflüchteten in Gemeinschaftsunterkünften und konnten in persönlichen Kontakten die Menschen näher kennenlernen. Die Kooperation wird mit der Evangelischen Schuler weiter intensiviert.
Der nächste Anlass, bei dem die Schüler*innen sich einbringen können, ist das Heimjubiläum, welches vom 27.-29.09.2019 gefeiert wird. Auch gibt es erste Interessensbekundungen, die pädagogische Arbeit unserer ErzieherInnen zu unterstützen.

Durch den offenen Charakter der Podiumsdiskussion konnten auch Menschen erreicht werden, die das Heim bisher nicht kannten. Auch kamen Eltern und Geschwister der SchülerInnen. Das Programm bot sicherlich viel Input und wir sind uns sicher, dass die Begegnungsmomente und die Inhalte der Workshops auch nach der Projektwoche eine Bereicherung für die SchülerInnen darstellen.


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