Dreikampf in den Disziplinen Stipendium, Beruf und Familie: Ein Positiv-Beispiel aus 2020

Das Pandemie-Jahr 2020 fing für Alumna Maj-Britt Jungjohann gut an: Im Februar wurde sie mit ihrem Forschungsprojekt zu europäischen Vorbildern in digitaler kultureller Bildung und Verwaltung in den Kreis der von der sdw betreuten Hans Weisser-Stipendiat/innen aufgenommen.

Ab März plante Maj-Britt dann als Kuratorin der Gesellschaftskonferenz re:publica die Kultur- und Bildungsinhalte innerhalb von sieben Wochen komplett um – mit Erfolg: Die erste „rp im digitalen Exil“ erreichte am 7. Mai direkt sechsstellige Abrufe. Dass die größte Herausforderung dabei die 14-wöchige „Corona-Kita“ mit Mats (5) und Ida (3) war, können sicher nicht nur #sdwEltern grob nachvollziehen. Die Schwangerschaft mit Tochter Alma, die im August in der ersten Schulwoche von Mats geboren wurde, lief da quasi nebenbei. Wie gut, dass Maj-Britts Partner, Co-Alumnus Hauke, dank Home Office seinen Anteil an der Care-Arbeit aufstocken konnte: So moderierte Maj-Britt im November gleich noch eine hybride Konferenz zur digitalen Entwicklung im Kulturbereich – Elternzeit mal anders!

Ihre Forschungsreise tritt Maj-Britt, so es Impfungen und Infektionsraten erlauben, samt Familie im Sommer und Herbst 2021 nach Dänemark, Estland und Finnland an. Reiseberichte findet ihr dann auf Maj-Britts Social Media-Kanälen oder über die Hans Weisser-Stiftung.

Sämtliche Inhalte von re:publica und kulturBdigital sind online kostenfrei abrufbar.

www.sdw.org/das-bieten-wir/fuer-studierende/hans-weisser-stipendium/ueberblick.html
20.re-publica.com/de/session/systemrelevant-kultur-0
kultur-b-digital.de/konferenz-zur-digitalen-entwicklung-des-kulturbereichs-rueckschau-2020/


Covid-19@Home - mit digitalen Mitteln Covid-19 bekämpfen

Die Allgemeinärztin Beate Müller leitet den Arbeitsbereich Patientensicherheit am Frankfurter Institut für Allgemeinmedizin. Zunächst hatte sie sich dort in Forschungsprojekten vor allem mit Fehlermanagement und Sicherheitskultur in Arztpraxen beschäftigt. Nachdem sie die Habilitation nun (fast) in der Tasche hat, widmet sie sich zunehmend dem Thema Digitalisierung in der ambulanten Gesundheitsversorgung. In diesem Rahmen leitet sie aktuell auch ein Telemedizin-Projekt zur Versorgung von Covid-19-PatientInnen: „Covid-19@Home“.

Bei „Covid-19@Home“ können die Patientinnen und Patienten in die Smartphone-App SaniQ Vitalwerte und Krankheitssymptome eintragen. Dazu erhalten sie bluetooth-fähige Devices wie ein Fieberthermometer und ein Pulsoximeter zur Bestimmung der Sauerstoffsättigung. Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte können über Ihren Browser in einem eigenen Benutzerkonto diese Einträge einsehen. So können alle den Krankheitsverlauf im Blick behalten und Veränderungen frühzeitig erkennen.
Dieses Projekt ist wichtig, um einerseits die Versorgung der Covid-19-PatientInnen zu verbessern und um strukturierte Informationen über den ambulanten Erkrankungsverlauf zu gewinnen. Beate freut sich, dass sie mit ihrer Forschung etwas zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beitragen kann.

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